Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


http://myblog.de/aniinnz

Gratis bloggen bei
myblog.de





Huhu!

Ich probier das jetzt einfach mal selbst aus mit dieser Blog-Geschichte. Denn morgen vormittag geht es los; Ani auf großer Reise. Auf nach Neuseeland. Mei, ich bin aufgeregt. Und tierisch frustriert, weil es seit drei Tagen Ärger gibt mit meinen Spritzen, die ich entweder gar net oder zumindest nur ungekühlt mit ans andere Ende der Welt nehmen darf. Unglaublich! So, ich meld mich, wenn ich endlich da bin und alles geklappt hat.

LG und Bussi an alle,

Anika 

23.8.07 13:29


Geschafft!

Und schon bin ich da... Nun ja, ganz so einfach war es dann doch nicht. Der lange Flug hat ganz schön geschlaucht, und das Umsteigen war immer mit Herzrasen verbunden, da ich mich Schussel einfach zu gut kenne. Dennoch habe ich die knapp 30stündige Reise letztlich gut hinter mich gebracht und stand heute morgen um 7 Uhr Ortszeit schwankend vor dem Rezeptionstypen meiner ‚Student Accomodation’ „Empire“. Klingt imposant, ist es aber nicht. Ein Hochhaus, das schon von außen nur wenig Charme versprüht und auch auf den Zimmern an Komfort so einiges zu wünschen übrig lässt. Ich wohne in einer 3er-WG mit einem winzigen Wohnbereich, der wahrscheinlich nie genutzt wird und einer Küchenzeile. Bis jetzt habe ich meine Mitbewohner allerdings noch nicht zu Gesicht bekommen.

Nachdem ich alles ausgepackt und noch ein wenig das Internet unsicher gemacht hatte (offenes Netzwerk, jippieh) beschloss ich, den Weg zur Sprachschule schon einmal abzulaufen und mir die nahe gelegene Haupt-Einkaufsstraße einmal anzusehen. Ich wollte mich auf jeden Fall von der Müdigkeit ablenken, denn der Jetlag soll weitaus erträglicher sein, wenn man den ersten Tag wach bleibt. Der Park (Albert Park), in dem meine Sprachschule liegt, ist klein, aber wunderschön. Viele Palmen und exotische Pflanzen, und alles sehr gepflegt. Zwischen den Bäumen flogen kleine, bunte Papageien hin und her, die mit ihrem Gezwitscher zur außergewöhnlichen Geräuschkulisse beitrugen.

Auf der Queenstreet musste ich feststellen, dass die Neuseeländer offensichtlich eines meiner Hobbys teilen; Restaurants reihen sich an Fressbuden und diese wiederum an Fast-Food-Läden und Cafés. Was auch immer man essen möchte, hier bekommt man es. Dass die Menschen hier nicht vollends aus dem Leim gehen, liegt höchstwahrscheinlich unter anderem daran, dass die Stadt ein einziges Auf und Ab ist, im wahrsten Sinne des Wortes. Auckland wurde auf zig Vulkanen gebaut, und ich habe bislang noch keine Straße gesehen, auf der man nicht hinauf oder hinab laufen muss. Dabei reiht sich ein Hügel an den anderen, und einige sind so steil, dass sie von Menschen wie mir (ohne jegliche Kondition) nur in mehreren Anläufen bewältigt werden können. Die meisten Aucklander sind offensichtlich von einem anderen Schlag oder haben sich an das stetige Gekraxel längst gewöhnt. So staunte ich nicht schlecht, als ich an einem besonders steilen Stück schnaufend auf einer Bank saß und ein Mann in flottem Tempo an mir vorbei den Berg hoch joggte. Nicht minder beeindruckt war ich von den Jugendlichen, die mit Skateboards unterwegs waren. Halsbrecherisch, würde ich sagen. Was ist mir noch aufgefallen? Der Multi-Kulti-Aspekt, der einfach überall eine Rolle spielt. Ich habe noch nie so viele Nationalitäten auf einem Haufen gesehen, selbst viele Ladenschilder sind in mehreren Sprachen geschrieben. Chinesisch ist diesbezüglich besonders dominant.

Schon um eins war ich fertig mit meiner ersten Erkundungstour und der Welt. Die Reise steckt mir in den Knochen, und ich weiß nicht, was passiert, wenn ich jetzt doch für eine Stunde die Augen zu mache. Wir werden sehen...

26.8.07 07:50


Tag 2

Ui, das war ein anstrenger Tag. hat wahrscheinlich was mit dem Jetlag zu tun, den ich anfangs gar nicht gespürt habe. Seit Mittag aber kämpfe ich tapfer gegen die Müdigkeit - bislang mit Erfolg. Alt werd ich heute aber sicher nicht. A propos alt - die Sprachschüler sind alle weit jünger als ich. Was soll´s, besser spät als nie...

Wir wurden heute ausführlich eingeführt und sind jetzt regelrechte Experten bezüglich der Sprachschule. Bin ziemlich begeistert, eine sehr schöne Einrichtung mit sehr fähigen, engagierten und symphatischen  Angestellten.  Ich wurde in das Advanced 2-Level eingestuft und bin gespannt, was der morgige Tag so bringt. Glücklicherweise habe ich immer nur bis ein Uhr Unttericht, es bleibt also genug Zeit, um die Stadt zu erkunden und an den "Social Activities" teilzunehmen.

Trotz des eher regnerischen und kalten Wetters habe ich nach der Einführung eine weitere Auckland-Erkundungstour gemacht, die mir den Rest gegeben hat. Jetzt will ich mich nur noch in mein Bett verkriechen, ein wenig lesen und schlummern. Vielleicht bin ich morgen dann ja etwas fitter. 

27.8.07 08:30


Tag 3 - Mein erster Schultag

Wie aufregend, ich gehe wieder zur Schule... Heute morgen hatte ich zwei Stunden Unterricht (Morning Class) bei Karen, die für ihre Härte bekannt ist und besonders streng sein soll. Hätte schlimmer kommen können, finde ich. Aber auch besser, denn einige Leute, die ich heute kennengelernt habe haben Unterricht bei Simon, dem unglaublich komischen Social-Programme-Manager. Das muss der Wahnsinn sein. Aber auch ich war positiv überrascht. In der Klasse herrscht eine sehr gute Atmosphäre, alle machen bereitwillig mit und es wird viel gelacht.

Nach einer Kaffeepause hatte ich nochmal zwei Stunden bei Jessica, die ich äußerst symphatisch und nett fand. Die Leute waren zum Großteil dieselben, wenn auch einige unbekannte Gesichter dabei waren. Die Klassen hier umfassen allerdings niemals mehr als 12 Personen, das macht das Namen-Lernen und auch das generelle Lernen einfacher.

Im Unterricht bekamen wir verschiedene Aufgaben aus dem Textbook (hach, wie in der Schule) und mussten diese mit unseren "Partnern" lösen. Die Basis des Ganzen ist somit der Dialog, was ich für durchaus sinnvoll halte. Alles in Allem hat es Spaß gemacht.

Im Unterricht und der Pause habe ich jede Menge Leute kennengelernt, mit denen ich längere Zeit englisch gesprochen habe, bis sich nach und nach heraus stellte, dass sie fast alle aus der Schweiz kamen. Als wir dann schließlich in einem deutschsprachigen Kreis beim Essen an der Uni saßen kamen wir uns doch ein wenig blöd vor und begannen, deutsch zu sprechen. Das wollte ich eigentlich vermeiden, aber was soll´s? Einige Leute aus Brasilien, Tahiti, Frankreich und Taiwan(?)  habe ich ja auch kennengelernt. Das ging schneller und leichter als erwartet.

So es ist zwar erst kurz nach neun, aber ich gehe jetzt schlummern, damit ich morgen etwas fitter bin... 

28.8.07 11:27


Tag 4 - Business Class at last

Auch heute fand ich den Unterricht wirklich nett. Es macht Spaß, weil die Übungen und Aufgaben sehr spielerisch gestaltet sind und grundsätzlich in kleinen Gruppen erledigt werden. Eigentlich redet man die ganze Zeit - mit seinem Partner, der Lehrerin oder der ganzen Klasse. Und das ist auch gut so...

Ich habe mich heute dazu entschlossen, die Nordinsel an den Wochenenden zu erkunden und den letzten Monat ganz und gar auf der Südinsel zu verbringen. Das wurde mir von mehreren Leuten geraten, die es wissen müssen. Die Südinsel soll sehr viel schöner und interessanter sein, und drei oder vier Ausflüge am Wochenende sollten für die Nordinsel ausreichen. Ich habe für das nächste Wochenende einen Ausflug nach Rotorura und Taupo gebucht, bin schon sehr gespannt. Viele Mitschüler sind auch dabei, aber bislang niemand, den ich wirklich kennengelernt habe. Mal sehen, was sich auf der Busfahrt so ergibt. Der Ausflug ist allein schon deshalb wichtig für mich, weil ich dann endlich das Gefühl haben werde, wirklich in Neuseeland zu sein. Bislang habe ich ja noch gar nichts von der Schönheit des Landes sehen können, nur die (zugegebenermaßen beeindruckende und interessante) Stadt Auckland.

Ich freue mich auf jeden Fall und bin ein wenig aufgeregt.

Übrigens - liebe Grüße an alle Freunde und Familienmitglieder, die mein Geschreibsel lesen. Habe ich bislang noch gar nicht erwähnt :-). Ich hoffe, es geht euch allen gut! 

29.8.07 09:53


Tag 6 - auf nach Rotorura

Heute geht es los. Erstmal muss ich natürlich noch zur Schule, da komm ich nicht dran vorbei. Ich bin so gespannt auf die Schönheit der Landschaft. Inzwischen kenne ich auch schon mehrere Leute, die den Trip machen, hab also nette Gesellschaft. Wow, ich sehe grad - die Sonne scheint. Quiet unusually... Wird sicher ein toller Tag.

Ich hoffe übrigens, dass ich weiterhin regelmäßig schreiben kann, bin mir da aber nicht so ganz sicher. Eigentlich schreib ich ja immer abends, aber mein Notebook lässt mich im Stich - das Touchpad faellt staendig aus. Ich werde es mit einer Maus versuchen, aber wenn das nicht funktioniert... Mal sehen.

Gestern abend war ich aus, das war wirklich nett. Und sehr verwirrend, weil es mal wieder hauptsächlich Schweizer waren und wir abwechselnd deutsch und englisch gesprochen haben und zwischendurch auch mal schwitzerdütsch (whatever). Ich hab krampfhaft versucht, das zu verstehen, bin aber klaeglich gescheitert. War auf jeden Fall ein schoener Abend, und endlich habe ich Auckland auch mal bei Nacht gesehen.

So, jetzt muss ich weiter packen, denn damit bin ich laengst nicht fertig.

30.8.07 21:25





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung